Sixth-Sense ist eine Technologie, die am MIT Media Lab entwickelt wurde, und es möglich macht unterwegs Inhalte aus der Umgebung wahrzunehmen bzw. Inhalte auf jede Oberfläche zu projezieren. Das klingt erstmal relativ unverständlich, wenn man sich aber das Video ansieht, dann kann man erkennen welches Potential hinter der Technologie steht.
Grob gesagt besteht das System aus einem Miniprojektor, einer Webcam und einem Mobiltelefon als Basistation, welche die Rechenzentrale und den Zugriff auf das Internet ermöglicht – tragbar als “kette” um den Hals. Dabei dient die Webcam zur Wahrnehmung der Umgebung sowie als Eingabemedium – Gesten mit den farbigen Markern an den Fingern - der Projektor dient als Ausgabemedium. Wenn beispielsweise ein Buch vor die Webcam gehalten wird, dann werden automatisch passende Informationen wie Bewertung und Beschreibung bei Amazon abgefragt und mittels des Projektor auf das Buch projeziert. Die farbigen Marker auf den Fingern erlauben auch eine Auswahl und Navigation. Um ein Foto zu machen, formt man die Finger zu einem Rechteck und der betreffende Ausschnitt wird fotografiert. Ein weiteres Beispiel aus dem Video ist die Projektion einer Uhr auf die Handfläche, indem man mit dem Marker einen Kreis auf die Hand zeichnet.
Irgendwie erinnert mich das ganze System an zwei Microsoft Technologien, welche man aber sinnvoll gekreuzt und mobil gemacht hat: Microsoft Surface und Microsoft Touchless. Die Vorteile der Technologie von Sixth Sense liegen genauso in deren einfachen Handhabung mittels gelernter Ein- und Ausgabeschemata, dazu kommt aber noch die Mobilität und die geringen Kosten – die Hardwarekosten liegen bei ca. 350 Dollar.
Die Entwicklung hat sicher noch einen sehr weiten Weg vor sich, aber so stelle ich mir ein Interface der Zukunft vor und die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Denn damit schafft man eine sehr simple Möglichkeit, wie man die reale mit der virtuellen Welt immer und überall sinnvoll verbinden kann.
Ab Minute 3:10 beginnt die Demonstration.
Gefunden bei Gizmodo
Update: Und so könnte die Hardware zukünftig aussehen!
Quelle: www.yankodesign.com


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